INTERNSHIP in the USA

Farewell party

Hallo liebe Blogleser. Ich habe leider eine schlechte Nachricht zu verkünden. Dieser Beitrag wird der letzte aus den USA sein, da ich Morgen den Heimweg antreten werde. Die drei Monate in den USA sind schlussendlich wie im Fluge vergangen. Ich kann aber auf eine super Zeit zurückblicken in der ich viele neue Freunde und Eindrücke gewonnen habe.

Um meinen Weggang etwas leichter zu machen organisierte Jean eine kleine Abschlussparty in einer wirklich gediegenen Lounge. Es kamen viele der neu gemachten Bekanntschaften um Goodbye zu sagen. Etwas traurig wars ja schon. Ich habe aber bereits mit einigen in der Schweiz abgemacht um nicht ganz so “sad” nach Hause fliegen zu müssen. Die Party selbst war aber der Hammer. Wir blieben bis ca. 03:00 Uhr Morgens in der Lounge und liesen die Korken ein letztes Mal krachen. Das Aufstehen am nächsten Tag war dann auch entsprechend schwer.

Bei der Arbeit konnte ich ebenfalls alles zu meiner und Forbos Zufriedenheit zu Ende führen. Die Projektarbeit über die innerbetriebliche Optimierung konnte ich mit einem Lob des Auftraggebers beenden was sich auch im Arbeitszeugnis niedergeschlagen hat. Gute Referenzen kann man ja immer gebrauchen…

Nun möchte ich mich bei Euch, lieben Bloglesern, bedanken. Ihr habt meine Seite über 2′000 Mal angeklickt was mich doch noch motiviert hat diesen letzten Beitrag niederzudichten. Jetzt freue ich mich auf meine Freunde, Familie und natürlich auf meinen Schatz, welchen ich doch sehr vermisst habe.

Bis bald irgendwo in der Schweiz!

dsc00707.jpg dsc00743.jpg dsc00769.jpg dsc08536.jpg dsc08574.jpg dsc08586.jpg

9 August 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

Gun shooting

Gestern habe ich mich spontan mit Marissa and Jean verabredet um schiessen zu gehen. Da die Amis ja bekannt sind fuer ihre Schiesswuetigkeit hatte ich natuerlich auch entsprechende Erwartungen welche dann auch zum groessten Teil erfuellt wurden. Jedenfalls lief jeder Angestellte im Schiessladen mit seiner eigenen Gun herum. Nachdem einer der Angestellten herausgefunden hatte, dass ich aus der Schweiz bin, wurde ich ueber saemtliche Aspekte der CH Army ausgefragt. Wie sich herausstellte, waren vorallem die Ladenbesitzerin grosse Fans der Schweizer Armee. Da man mindestens einen Experten dabei haben muss um Schiessen zu koennen (da man nicht instruiert wird (!)) war es dann auch ein Leichtes mich als Experten zu verkaufen, da Jean and Marissa nicht wirklich Erfahrung hatten.

Nachdem wir 100 Schuss gekauft hatten machten wir uns auf die Bude in einen schweizer Kaese zu verwandeln. Na ja, gesagt getan. Ich demonstrierte den anderen Zwei zuerst den Ladevorgang und machte mich dann auf um die erste Salve Richtung Zielscheibe abzugeben. Als ich dann gleich mit ”Rapid fire” (Schnellfeuer) begann kam schon das erste mal der Besitzer rein um mich darauf aufmerksam zu machen, dass nur Einzelschuesse erlaubt sind. Nachdem alle Mun verballert war machten wir uns wieder aus dem Staub.

dsc00706.jpg smith-and-wesson.jpg

8 August 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

Birthday party…twice

Zuerst einmal herzlich dank an alle die mir zum Geburtstag gratuliert haben. Es hat mich riesig gefreut so viele Gratulation zu erhalten. Meinen Geburtstag hier habe ich das ganze Wochenende gefeiert. Am Freitag haben meine Host family und ein paar Freunde sowie Arbeitskollegen eine Ueberraschungspartz organisiert. Bei Geburitorte, leckerem Essen und genug zu trinken feierten wir meine 24 Jaehrchen. Spaeter ging es dann zum Pool um im Pool noch einmal Anstossen zu koennen. Zu meiner Ueberraschung erhielt ich auch einige Geschenke. Tja, nun habe ich eine komplette New York Yankees Garderobe und andere tolle Sachen. Es hat sich wohl rumgesprochen, dass ich in den USA zu einem Yankee fan mutiert bin.

 Nach dieser Party ging es dann weiter zu Jeans Haus. Bei ihm warteten einige Freunde, welche ich in den letzten Wochen kennengelernt habe. Also schon die naechste Party. Nach einigen Spielen wie z.B. Clackers war ich dann doch recht gut beisammen. Das abschliessende Tennisspiel um 03:00 Uhr Morgens mit Marissa half mir dann auch seelig einschlafen zu koennen und fuer meinen eigentlichen Geburtstag am Samstag fit zu sein.

 Mein Birthday startete folglich auch etwa gegen “high noon”. Ich entschied mich dann etwas in die Mall (Einkaufszentrum) zu gehen um mir selber eine Kleinigkeit zu goennen. Am Abend war dann wieder Ausgang angesagt. Ich zog mit ein paar Freunden durch Charlotte in Form einer gemuetlichen Bartour. Nach einigen Shots und anderem Gebraeu verlagerten wir den Standort zu Jays Haus wo wir dann auch bis 07:00 Uhr Morgens durchzechten. Leider war der Sonntag dann auch schon fast vorbei, da ich den ganzen Tag schlief und erst zum Znacht wieder ansprechbar war.

Den 24sten werde ich wohl in guter Erinnerung behalten.

aug07-103.jpg aug07-111.jpg aug07-126.jpg dsc00676.jpg swisscowboy-004.jpg swisscowboy-008.jpg swisscowboy-044.jpg

8 August 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

It’s Vegas, Baby!

Letzten Freitag stand der bereits angekuendigte Trip nach Las Vegas auf der Menuekarte. Es sollte fuer vier Tage in die Wuestenstadt in Nevada gehen. Der Weg dorthin, welchen ich am Freitagmorgen um 05:00 Uhr angetreten hatte, gestaltete sich aber ziemlich muehsam, da die Flugzeit ueber sechs Stunden betrug. Die Reiseroute fuehrte mich zuerst nach Atlanta wo ich den Flieger wechseln musste um dann im zweiten Teil nach Vegas zu jetten. Am Flughafen in „Sin City“ angekommen begruessten mich auch gleich die ersten einarmigen Banditen. Da musste ich wirklich etwas schmunzeln, da die „Slots“ doch unmittelbar nach der Gangway platziert waren. Danach traf ich Stif (Kommilitone, mit den ich den Vegastrip geplant hatte) mit dem ich mich sogleich auf die Suche nach dem Motel machte welches wir zuvor gebucht hatten. Der „Bunker“ stellte sich in einem guten Preis/Leistungsverhaeltnis dar und nahe zum Strip (Strasse an der die „beruehmten“ Hotels liegen) lag er ebenfalls.

Nach dem Einchecken stand natuerlich „gamblen“ auf dem Programm. Als wir nach kurzer Zeit herausgefunden hatten, dass man wirklich alle Getraenke gratis kriegt wenn man am zocken ist, war es natuerlich keine Frage dieses Angebot auch richtig auszunutzen. Der Abend verlief dann in der Folge im Sinne von Kasinos pluendern, Karaokebars testen und Strip unsicher machen.

Den Samstagnachmittag nutzten wir um so ziemich alle Hotels am Strip abzuchecken (MGM, Wynn, Venetian, Bellagio, Treasure Island usw.) Da jedes Hotel eine eigene kleine Welt darstellt und es doch einiges zu sehen (und trinken) gab mussten wir uns gegen Abend recht sputen um nicht zu spaet zu der „Blue man group“ Show zu kommen welche immerhin $80 pro Nase gekostet hatte. Die Darbietung stellte sich aber als wirklich grossartiges Entertainment heraus. Inhalt war eine Mischung zwischen Live Concert, Magic und Comedy. Vielleicht kennen auch bereits einige von euch diese „blauen“ Showmen. Im Anschluss an die Show machten wir uns wieder auf die Socken um unser Glueck in den Kasinos zu versuchen. Ich gewann dann auch tatsaechlich einen kleineren Betrag. Nach ein „paar“ Drinks und interessanten Begegnungen mit “Einheimischen” hiess es aber ab in die Heia.

Der Sonntag begann so gegen Mittag, da Stif und ich mal etwas ausschlafen mussten weil uns die Hitze (Schnitt etwa 41 Grad) und andere „Faktoren“ vom Vortag doch recht muede gemacht hatten. Da wir aber den letzten vollen Tag sinnvoll nutzen wollten, konsultierten wir einmal mehr den Tourifuehrer von Vegas. Nach laengerem Auswahlverfahren liefen wir durch die sengende Wuestenhitze in Richtung Muenchner Hofbrauhaus (!). Dort sollte angeblich jeden Tag Oktoberfest sein (stellte sich als wahr heraus). Nach ein paar Mass Bier und Weisswuersten trafen wir dann auch einen Schweizer welcher einer der vier Stimmungsmusikern war die neben einem voellig durchgeknallten Animateur (Alphorn liegend spielend und urchige Trinkspiele veranstaltend) fuer Unterhaltung sorgten. Gegen Abend verliessen wir die Festhalle wieder um an den Strip zurueckzukehren. Nach ein paar Anfaellen von Spielsucht und einigen weiteren Gratisdrinks ging es in Motel 6 zurueck um den relativ fruehen Flug am Montag (Mittag) nicht zu verpassen. Nachtraeglich betrachtet eine wirklich grossartige Reise welche einige Impressionen ueber die „andere“ Seite der Amis gezeigt hat.

Dieses Wochenende wird wohl etwas ruhiger ausfallen, da ich wohl in Charlotte bleiben werde um meinen Geburtstag zu feiern. Also auf bald…

dsc01110.jpg dsc01001.jpg dsc01002.jpg dsc01004.jpg dsc01013.jpg dsc01030.jpg dsc01048.jpg dsc01058.jpg dsc01141.jpg dsc01146.jpg dsc01164.jpg dsc01176.jpg dsc01179.jpg dsc01180.jpg dsc01184.jpg dsc01191.jpg dsc01205.jpg dsc01220.jpg dsc01222.jpg dsc01232.jpg dsc01236.jpg dsc01239.jpg dsc01254.jpg dsc01259.jpg dsc01264.jpg dsc01284.jpg

31 July 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

Miami Beach…just awesome

Wie im vorherigen Eintrag bereits angetönt, hatte ich für den fünften Juli grössere Pläne. Da ich ja jetzt schon fünf Wochen gearbeitet habe und auch mal Erholung brauche beschloss ich mit zwei Kumpanen (Jean and Sally) nach Miami Beach zu reisen um die dortige Landschaft ein bisschen unsicher zu machen. Die Initiative dazu ergriff nicht etwa ich sondern Jean welcher einem sehr guten Freund Beistand bei seiner Hochzeit leisten wollte. Ich und Sally sprangen dann also nur noch auf den fahrenden Zug auf. Da mein Vorgesetzter bei Forbo Siegling nichts einzuwenden hatte konnte der Trip also starten.

Am Donnerstagmorgen verliessen wir Huntersville so gegen 8:30 um den Highway in Richtung Sommer, Sonne und was auch immer zu nehmen. Ja richtig gelsen, wir flogen nicht sondern fuhren mit dem VW Rabbit von Jean (Bei uns VW Golf) die 11 Stunden Strecke. Am Abend angekommen war ich zuerst mal von der Hitze überwältigt. Miami Beach hat relativ hohe Temperaturen (ca. 35 – 37 Grad Durchschnitt) und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit was zu einem täglichen 1 bis 2 Stunden Regen führt. Anyway, am Ziel angekommen, quartierten wir uns bei der Tante von Jean (sie lebt nur 3 Blocks vom South Beach Strand entfernt) ein um dann anschliessend den zukünftigen “Groom” (Bräutigam) und andere Miamianer zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass dieses Treffen in einer Karaokebar stattfinden würde. Als alter Wiener Sängerknabe natürlich kein Problem für mich. Zum Glück (der anderen) musste oder durfte ich aber nicht singen. In dieser Bar bemerkte ich dann zum ersten Mal, dass Miami so einigen homosexuellen Mitbürgern lebensraum bietet. Dies wurde mir von den einheimischen Heteros dann auch sofort bestätigt. Da ich ja weltoffen und blablabla bin hat mich das natürlich nicht weiter gekümmert. So gegen 3:30 machten wir uns auf den Rückweg um endlich ins Bett zu kommen.

Am Freitag gingen wir an den Strand um den Ruf der knappen Bikinis zu überprüfen. Hierzu möchte ich nur schreiben: gut dass die Amis doch einigen Kubanerinnen erlaubt haben in die USA einzureisen. Da ich aber bekanntlich in festen Händen bin habe ich mich auf den wunderschönen Strand und das himmelblaue Wasser konzentriert. Nachdem wir den Beach erkundet und einige Zeit im Wasser waren zog es uns an den Ocean Drive welcher schon recht imponiert hat. Von Luxuskarossen und Edelhäusern bis zum Versacehaus war alles dabei.

Am Abend trafen wir wieder die Miamianer nachdem wir beim edlen Italiener diniert hatten (Chimena, der Tante von Jean, sei für das Bezahlen der Rechnung noch einmal ausdrücklich gedankt) um zuerst in einer Bar und dann in einem Cuba Club etwas die Tanzbeine zu schwingen.

Am Samstag war die Hochzeit am Strand vom South Beach geplant zu welcher ich und Sally von Adrian und Iris (Hochzeitspaar) spontan eingeladen worden war. Diese Zeremonie war doch ziemlich imposant, da ich mir meine eigene Hochzeit in ferner, ferner Zukunft in ähnlichem Ambiente vorstellen könnte. Die anschliessende Feier fand in einem riesigen Poolhaus in der nähe von Miami statt. Als ich dann sogar in der Ansprache (Toast) des Bräutigams platzt fand …”Even a swiss people is here to celebrate our wedding.”…war ich doch ziemich positiv überrascht über die Gastfreundlichkeit dieser Leute.

Am nächsten Tag hies es denn auch schon wieder in Richtung North Carolina zu cruisen nachdem der letzte Sprung ins Meer vollzogen war. Zuhause angekommen ging ich auch gleich ins Bett da ich nun doch Hundemüde war und am Montag wieder arbeiten musste (oder durfte).

dsc00504.jpg dsc00510.jpg dsc00566.jpg dsc00618.jpg dsc00619.jpg dsc00637.jpg dsc00651.jpg dsc01293.jpg dsc01323.jpgmiamijuly-215.jpg miamijuly-223.jpg

10 July 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

4th July – Independence Day

Da ich ja jetzt schon fast ein Ami bin, durfte die traditionelle 4 July Feier natürlich nicht ausfallen. Vor allem der Abend vor dem Unabhängigkeitstag war denkwürdig da an diesem Feiertag nicht gearbeitet wird und somit genügend Zeit für einen ordentlichen “hangover” war. Gesagt, getan machte ich mich denn auch ans Werk ein bisschen Spass zu haben. Wir trafen uns in gewohnter Runde (4 Amis, 2 Ecuadorianer, 2 Venezuelaner und 1 Mexikaner) um den Abend in Angriff zu nehmen. Nach einigen “Spielen” machten aber schon die ersten Schlapp. Somit waren es um 1:00 nur noch 4 Nachtschwärmer inkl. mir. Da wir vorher in einer Wohnung waren zogen wir also in eine nahegelegene Bar weiter um auf den 4ten anzustossen. Nach Erledigung dieses Vorhabens brachte Sally (Ami) den Vorschlag den Wohngemeinschaftspool (es war so gegen 3:30) aufzusuchen um sich etwas abzukühlen. Na ja, warum auch nicht….und so zogen wir eine Station weiter um Badekleider und Bier einzupacken um dann schlussendlich den Pool zu (be)suchen. Nachdem halbwegs ins Poolgelände eingebrochen war (Rob, der Typ der eigentlich einen Schlüssel hätte vergass diesen natürlich prompt) konnte die nächtliche 4th July Party starten. So gegen 5:30 zog es mich aber dann doch ins Bett.

Den eigentlichen Feiertag startete ich also etwas später (so gegen 15:00). Das Dinner und das anschliessende Feuerwerk genoss ich aber sehr. Da ich am nächsten Tag grössere Pläne hatte zog es mich so gegen Mitternacht ins Bett. Mehr dazu im nächsten Bericht.

dsc01204.jpg miamijuly-210.jpg

10 July 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

Weekend trip to Carolina Mountains

Nach dem letzten Wochenende am Strand war nun das andere Extrem geplant. Es ging nämlich in die 2 Stunden entfernten Carolina Mountains. Genauer gesagt in die Grandfather Mountains. Dies ist eines der Gebirge in diesem Gebiet. Für Logis war bereits vorgesorgt, da meine trinkfreudigen Mitreisenden bereits letzte Woche ein befreundetes Paar für die Benutzung ihres Wochenendhauses am Fusse des Berges gefragt hatten. Na ja, vielleicht fragt ihr euch jetzt warum trinkfreudig. Nun wie auch schon letztes Wochenende und das davor und…. hatten wir einige Durstlöscher eingekauft um nicht auf dem Trockenen zu “hocken”.

Die Fahrt starteten wir am Freitagabend so gegen 22:00. Die angekündigte Reisedauer von 2 Stunden konnte aber leider nicht eingehalten werden, da Karte und Navigationssystem nicht wirklich übereingstimmt haben. Vielleicht waren wir auch einfach zu doof. Ich bleibe jedenfalls dabei, dass man besser ein Feuerchen mit der Karte gemacht hätte in dem man dann das Navi hätte verbrennen können. Anyway, schliesslich angekommen (ca. 1:00) wurde natürlich der ganze Krempel ausgeladen und das Haus besichtigt. Ich war ziemlich überrascht, wie gross dieses Chalet war. Es erinnerte mich mehr an eine Villa (4 Schlafzimmer, 5 Fernseher, Bar, etc.) als an eine Berghütte fürs Weekend. Da wir 7, zeitweise sogar 8 Leute waren kam das natürlich sehr gelegen.

Nachdem der obligate Teil erledigt war (sowie ich auch) machten wir uns daran die vorher in den Kühlschrank eingeräumten Biere wieder auszuräumen. Dies vor allem um das Verfallsdatum zu checken. Nicht dass ihr jetzt etwa denkt, dass ich hier nur meine Leber beschäftige. Nachdem diese Kontrolle ca. um 05:00 abgeschlossen war durfte ich dann auch endlich zu Bett gehen. Na ja, eigentlich war es mehr ein “OL” da ich doch einige Posten passieren musste um ans Ziel zu kommen (vielleicht lief ich auch einfach nur im Kreis…wer weis das schon…ich auf jeden Fall nicht mehr). Um 11:00 stand ich jedenfalls wieder auf um den Samstag in Angriff zu nehmen. Noch etwas beduselt marschierte ich Richtung Esszimmer los wo mich die Anderen auch schon erwarteten. Das Frühstück liess dann auch nicht lange auf sich warten. Eier mit Speck und Waffeln im Ahornsirup getränkt (oder gebadet) bildeten eine souveräne Grundlage für dieses Gourmeterlebnis. Der Orangensaft entpuppte sich aber als Falle. Nach dem ersten (vielleicht auch zweiten) Schluck musste ich doch nachfragen was denn das für eine Sorte O-Saft sei. Mir wurde dann erklärt, dass es Tradition sei ein Champagnerfrühstück zu geniessen um den Tag richtig zu starten. Mir blieb also nichts anderes übrig als meiner Leber schon wieder einen vor den Latz zu knallen.

Nach Beendigung des Aperos oder wie auch immer machten wir uns auf den Weg, das nahegelegene Naturerlebnisresort zu erkundigen. Dieser Trip war kurz zusammengefasst eine Mischung aus Kletterpartie, Tierbesichtigungen und Ausblick geniessen sowie etwas zu relaxen. Nach 4 Stunden hatten wir das aber gesehen und machten uns auf den Rückweg um den Rest des Proviants zu vernichten. Natürlich erst nachdem im Einkaufszenter halt gemacht worden war um sicherzustellen dass niemand Not leiden muss. Bevor zur Zubereitung des Abendessens geschritten werden konnte, machten wir noch einen Halt bei einer Poolparty mit Countrymusik Liveband. Die Besucher waren alle etwas älter (im Schnitt so gegen 134ig). Der Empfang war aber äusserst herzlich. Wir hatten dann aber ziemliche Mühe wieder weiterfahren zu können, da uns die “Millionäre im Ruhestand” den restlichen Chardonnay andrehen wollte (und das war eine Menge von diesem Zeug). Schliesslich zu Hause angekommen bereiteten wir uns leckere Burritos zu. Das wir beschränkt sich aber auch in dieser Woche nur auf die Frauen. Da ich aber solidarisch bin gebrauche ich lieber das “wir”.

Da keine Disco oder andere “Hundsverlochete” in der Nähe war beschloss das Plenum einen Spieleabend zu starten. Unter Spiele versteht man hier etwa soviel wie wir unter “Bodenseejass”. Jedenfalls wurde fleissig gewürfelt, geraten und was auch immer gezockt. Ich gehe jetzt auch nicht näher auf die Details ein, da ich sie selber nicht mehr weis.

Der Sonntag stand dann im Zeichen des grossen Zusammensuchens aller möglichen Gegenstände (wie kann man das Natel, die Hausschlüssel und die Brille zum gleichen Zeitpunkt an drei verschiedenen Orten “vernurschen”). Gegen Mittag konnte aber aufgebrochen werden um wieder nach Charlotte bzw. Huntersville zurück zu reisen. Am Dienstagabend gehts dann für 5 Tage nach Miami (Florida) um den Beach etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und den 4 July (ihr erinnert euch…Nationalfeiertag der Amis) zu erleben. See ya…

dsc00293.jpg dsc00360.jpg dsc00385.jpg dsc07128.jpg dsc07145.jpg dsc07147.jpg dsc07191.jpg dsc07193.jpg dscn0040.jpg dscn0043.jpg

2 July 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

Beach Party

Am letzten Wochenende bin ich mit ein paar Freunden an den North Carolina Beach gefahren. Am Freitag nach der Arbeit ging es in Richtung Strand los. Wir waren acht Leute auf 3 Geländewagen verteilt. Doch das heisst nicht etwa, dass wir in den Wagen genügend Platz hatten. Wir hatten soviel “z.T. überflüssiges” Material dabei wie z.B. einen Feueranblasföhn bis hin zum Partyzelt, dass sogar der Beifahrer Gepaeck stapeln musste. Da ich mit meinem SUV ebenfalls einer der Fahrer war, hatte ich einiges zu tun mit Kofferraumpacken. Schlussendlich fuhren wir ungefähr um 21:00 Uhr los. Nach einem kleinen Stop an einer etwas zwielichtigen Tankstelle erreichten wir nach ca. 5 Stunden Fahrt den North Carolina Beach. Wir mussten in der Folge  ein Parkticket für $10 lösen um in den Strand fahren zu können. Ja, richtig gelesen “in den Strand”! Das Gebiet ist so riesig, dass man zu Fuss zu lange hätte. Also musste der 4×4 eingeknippst werden um den Strand entlang zu crossen um einen freien Platz am Meer zu ergattern. Zu diesem Zeitpunkt war aber schon fast die ganze Länge des Strands besetzt (immerhin rund 20 km). Nach einer ca. 15 min. fahrt fanden wir aber zwischen anderen Beachcampern ein lauschiges Plätzchen. Dieses war etwa 10 m vom Meer entfernt und machte einen sympatischen Eindruck. Zumal die Leutchen rechts und links schon recht betrunken waren als wir ankamen. Folglich hiess dies fuer uns, dass das erste Bierchen nun endgültig fällig war. Nach Erledigung dieses Vergnügens ging es darum die Zelte und das restliche Material aufzubauen bzw. einzurichten. Als dann sogar ein ordentliches Feuer brennte, konnte das Wochenende richtig gestartet werden.

Meine nächste klare Erinnerung bezieht sich deshalb auch erst auf den nächsten Morgen da die Nacht doch recht durstig machte. Nach dem obligaten “1 Stunden Power-Schlaf” war auch schon der Samstag angebrochen (sowie das nächste Blonde). Die Zeit schlugen wir mit Boccia, Baden, Bräteln und was war da noch….ah ja, Durstlöschen tot.

Am Nachmittag hatte mich das Sandmännchen aber dann doch eingeholt und ich musste eine kurze Auszeit nehmen. Im Nachhinein eine weise Entscheidung, denn die Nacht wurde wieder durchgemacht wobei zu Lationmusik getantzt wurde. Na ja, die Girls haben getantzt. Die maennlichen Strandhasen hatten doch schon zuviel Kraft eingebüsst. Die Musikrichtung war auch deshalb von Bedeutung, da die meisten Mitreisenden und anderen Partygängern südamerikanische Wurzeln hatten.

Den Sonntag wollte ich denn aber doch zum Schlafen nutzen. Tja, weit gefehlt. Es war so heiss (ca. 38 Grad), dass das Zelt mehr Sauna als Schlafplatz war. Also hiess es mal wieder raus und etwas auf dem Gasgrill köcherln. Da wir ja soviel Material dabei hatten war es auch nicht schwer ein relativ feudales Morgenessen zu zaubern. Eier mit Speck und etwas undefinierbar griechisches brachten mich sofort wieder auf die Beine. Ich hatte natürlich nicht selber gekocht. Das überliess ich doch lieber den Experten. Oder wie wir sie in Europa nennen…Frauen. Das soll jetzt aber nicht etwa als abwertend verstanden werden.

Nach der Besichtigung des Piers mussten wir  so gegen “high noon” die Zelte abbrechen und das Feuer loeschen. Natürlich kam auch der “andere” Brand nicht zu kurz. Da ich das ganze Wochenende nichts anderes als geschwitzt hatte, war es dann auch recht erfrischend die erste Dusche im nahegelegenen Städtchen zu nehmen. Als die Körperhygiene wieder einigermassen hergestellt (ich hatte natürlich mein Shampoo vergessen so wie die anderen 2 Mitduscher auch) und der halbe Strand aus dem Wagen geputzt war ging es Richtung Charlotte. Die Fahr kam mir nun auch etwas länger vor, da sich mein Schlafscore auf gerade mal 5 Stunden für das ganze Wochende belief.

In Charlotte angekommen mussten wir zu unserem Erstaunen feststellen, dass ein wirklich schlimmes Gewitter wütete. Ich übertreibe jetzt auch nicht, da ich bis jetzt noch nichts vergleichbares erlebt habe. Hagel und extremer Regen wechselten sich ab und schlugen so ziemlich alles kurz und klein. Meinen Wagen hatte ich zu diesem Zeitpunkt zum Glück unter einem Vordach in Sicherheit gebracht. Nachdem der Hagel vorüber war machte ich mich wagemutig auf den Heimweg nach Huntersville (ca. 30 min Fahrzeit). Auf der Fahrt, vorallem auf dem Highway,  stürmte es aber erneut heftig. Der Höhepunkt war dann der Blitz welcher “kein Scheiss” etwa 3 m neben mir in einen Strommasten einschlug und den Transformer zum explodieren brachte welcher sich dann in einem Funkenregen über mein Auto verteilte. Glück im Unglück trug der Wagen aber keinen grösseren Schaden davon.

Das nächste Wochende werde ich wohl in den Bergen (Carolina Mountains) in einer gemieteten Ferienhütte mit Freunden verbringen um herauszufinden ob das Bier in den Bergen genau so gut wie am Strand schmeckt. Dazwischen werde ich aber einige Spiele des Copa America (das Gleiche wie die EM bei uns) in der einen oder anderen Sportbar in Charlotte verfolgen. See you…

dsc00213.jpg dsc00222.jpg dsc00223.jpg dsc00243.jpg dsc00263.jpg dsc00268.jpg iiigobeaches-006.jpg iiigobeaches-021.jpg iiigobeaches-030.jpg iiigobeaches-045.jpg iiigobeaches-051.jpg iiigobeaches-083.jpg iiigobeaches-101.jpg iiigobeaches-109.jpg iiigobeaches-126.jpg iiigobeaches-128.jpg n9315816_40203809_7361.jpg n9315816_40204051_1645.jpg

28 June 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | 1 Comment

Visit at JOE GIBBS RACING

Wie es das Schicksal gewollt hat, ist der Mann von Kim (sie arbeitet im selben Büro wie ich) ein Mechaniker bei einem der besten NASCAR Teams (Joe Gibbs racing) der USA. Vorteilhaft bei der ganzen Geschichte ist, dass die Rennboliden etwa 10 Minuten von meiner Firma aus gefertigt werden.

Gestern hat mich dann Kim in einer Kaffeepause gefragt ob ich Interesse hätte einmal den Rennstall zu besichtigen. Ich habe natürlich gleich Nägel mit Köpfen gemacht und bereits für den Abend abgemacht. Als ich dann in der Halle des Rennteams stand war ich doch recht überwältigt. Es standen etwa 30 NASCAR Rennwagen herum welche den drei Fahrern des Teams zugeteilt sind.

Der Rennstall produziert praktisch alle Teile selber. Deshalb arbeiten in der Firma etwa 150 Mechaniker und Ingenieure. Ich durfte die ganze Anlage besichtigen und mir wurde alles gezeigt und erklärt von der Verschweissung des ersten Metallrohrs für den “Käfig” bis zur Abschlusspolitur des Lacks. Ich habe natürlich den Mann von Kim gefragt, ob ich bei dieser Privatführung auch Fotos machen darf. Dieser hat dann aber unter dem Vorwand der möglichen Spionage anderer Teams verneint. Da Kim aber etwas Druck gemacht hat und wohl auch zuhause die Hosen anhat, durfte ich dann schlussendlich doch Knipsen. Ich legte dann auch gleich los wie ein verrücktgewordener Japaner in den Sommerferien auf dem Matterhorn. Dabei entdeckte ich ein Motorrad der OCC (Orange County Choppers) welches speziell für diesen Rennstall hergestellt wurde. Die OCC kennt ihr vielleicht aus dem Fernsehen. Die Kleiderschränke die Chopper zusammenflicken liefen mal (oder tuns immer noch) auf RTL2.

Alles in allem ein super Abend welchen ich wohl nicht so schnell vergessen werde.

Halle mit Rennwagen Ich und Rennwagen Rennwagen Frontansicht Ich und Rennwagen OCC Bike

14 June 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | 3 Comments

No longer a baseball virgin

Am Dienstag habe ich mein erstes Baseballspiel gesehen. Short to the point…eine riesen Gaudi. Die Leute hier sehen Baseball etwa so wie wir Fussball. Ausser vielleicht die Typen in Basel. Die verstehen nicht so viel davon. Jedenfalls habe ich gelernt, dass ein Baseballmatch nur wenige Höhepunkte auf dem Spielfeld (9 Innings können ja soooo lang sein) dafür umso mehr neben dem Platz bietet. Riesige Bierkübel (auch hier gibts Biergärten) mit schön fettigem fast-food runden das Ganze ab. Was will man mehr.

Einen Ball habe ich leider nicht gefangen, da ich die meiste Zeit zwischen Bierstand und Sitzplatz gependelt habe. War aber trotzdem eine super Sache.
Baseball1 Baseball2 Mascot and friends

14 June 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

Finally, the logistic catched me up

Was einige meiner Kommilitonen bereits praktizieren, hat mich nun auch eingeholt. Ich habe doch tatsächlich ein Logistik “Kleinprojekt” gefasst. Das heisst wohl oder übel, dass ich meine Uraltdaten der Logistikmodule wieder ausgraben muss und an die ach so inspirierenden Vorlesungen von Prof. Hasler, Mup und Kohorte sinnen darf. Zum Glück ist das einzige Buch welches ich in die USA mitgenommen habe mit dem Namen “Taschenbuch der Logistik”  betitelt. Tja, fortunately I was looking forward. Jedenfalls darf ich bis in vier Wochen ein Kleinteilelager optimieren. Da ich zuerst die Arbeitsabläufe kennen lernen muss, arbeite ich zurzeit mit einer waschechten Indianerien zusammen. Sie ist ziemlich nett und erzählt mir so einiges über die echten Amerikaner. Sie gehörte übrigens auch zu denen die ständig meinen ich sei von Schweden auch nachdem ich erklärt habe woher ich komme. Die R&E und Marketingabteilung müssen halt nun noch etwas warten. Ich freue mich aber dieses Projekt in Angriff zu nehmen wobei aufgrund der kurzen Projektdauer wohl die eine oder andere Analyse verkürzt werden muss um die Deadline einhalten zu könnnen.

14 June 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet

My tasks at work

Vielleicht fragt ihr euch ja was ich hier tagsueber eigentlich so treibe. Nun, ich bin momentan Jorge (siehe Bericht 1) unterstellt und arbeite daher in der Customer Service Abteilung. Hier arbeite ich zum einen im Kundendienst und zum anderen im Rechnungswesen. Ich arbeite als eine Art Key Account Manager fuer den United States Postal Service. Meine Aufgaben sind Rechnungen im SAP zu erstellen, die Rechnungen zu kontrollieren, die Verkaufer von Forbo Siegling mit den entsprechenden Informationen zu versorgen und verschiedene Dokumente zu archivieren. Den groessten Teil des Tages verbringe ich aber jeweils im SAP (Dr. Spiess laesst gruessen…die eingeweihten wissen bescheid).

Naechste Woche werde ich wohl noch in dieser Abteilung bleiben und etwas mehr im Bereich Auftragserstellung arbeiten. Jedenfalls gefaellt mir diese Arbeit, da ich meinen Tagesablauf selber bestimmen kann. Falls ich dann doch einmal Probleme habe, wende ich mich jeweils an die aeusserst zuvorkommenden Buerofrauen, welche sich gut um mich sorgen. Heute brachte mir z.B. Kim (sie arbeite im Bereich Versicherungen) einen Teller voll “Speck” welcher in der Mikrowelle zubereitet wurde. Da war ich doch etwas erstaunt. Tja, fast food for everybody. Ich habe natuerlich nicht nein gesagt und den Teller sogleich verputzt. Es war auch nicht schlecht….Andere Laender, andere Sitten.

In zwei Wochen werde ich dann ins Marketing wechseln und die Vermarktung der hiesigen Produkte in Angriff nehmen. Das wird sicher interessant, da ich doch einige Vorlesungen genossen habe, welche sich mit Produktmarketing befasst haben. Danach gehts dann in die Ingenieurabteilung. Dort werde ich mich ausgiebig mit den Produkten (Foerdersysteme auf der Basis von Gurten bzw. Foerderbaendern) beschaeftigen. Darauf freue ich mich besonders, da ich dort meine Produktinnovationskenntnisse anwenden kann und hoffentlich den ein oder anderen Einblick erhalte wie die Produkte in der Praxis zur Marktreife bzw. durch die Entwicklung gefuehrt werden.

Vielleicht habt ihr euch waehrend des lesen gefragt, weshalb ich ohne Umlaute schreibe. Nun, diesen Bericht habe ich mit meinem IBM ThinkPad (Firmen Notebook) verfasst und wie einige von euch wissen, haben die Keyboards in Amerika keine Umlaute. Ebenfalls ist das “y” und das “z” vertauscht. Na ja, am Anfang etwas gewoehnungsbeduerftig aber aendern kann ichs ja eh nicht, so who cares.

SAP Maske bei Forbo Siegling

7 June 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | 2 Comments

First week already done

Nun habe ich es endlich geschafft meinen Blog zu eröffnen. Leider habe ich erst am Sonntag bemerkt, dass ich nur einen zweipoligen Stromadapter mitgenommen hatte. Da mein Notebook-Ladegerät aber dreipolig ist, hats halt jetzt etwas länger gedauert (ich konnte erst heute einen dreipoligen Adapter kaufen) für meinen ersten Bericht.

Der Hinflug war eigentlich recht angenehm. Ich flog mit der Lufthansa von Zürich via München nach Charlotte. Da es einige Babys nicht unterlassen konnten ihr eigenes Unterhaltungsprogramm zum besten zu geben, konnte ich leider nicht sehr viel oder besser gesagt gar nicht schlafen. Die zehn Stunden vergingen aber wie im “Fluge” und so war das ungewollte Bordprogramm nicht weiter tragisch.

In Charlotte angekommen überkam mich ein etwas mulmiges Gefühl, da ich nun dem Zollbeamten erklären musste, dass ich nur für Ferien nach Charlotte bzw. Huntersville gekommen bin. Leider erwischte ich die Reinkarnation von Kojak. Dieser Typ wollte mir doch wirklich nicht abkaufen, dass ich nur für Ferien (wenn der wüsste) ins zweitgrösste Finanzentrum von Amerika gereist bin. Schlussendlich konnte ich ihn aber glücklicherweise überzeugen und als meine Fingerabrücke genommen und das obligate Foto gemacht worden waren, konnte der Amerikatrip endlich beginnen.

Nachdem ich mein Gepäck, welches übrigens nicht zu schwer war, an der Ausgabe gefunden hatte machte ich mich auf die Socken um Jorge (mein Boss für die nächsten zehn Wochen) zu finden. Dieser sollte mich nämlich vom Flughafen abholen. Beim Verlassen des geschlossenen Bereichs sah ich dann auch schon zwei Herren welche mir freundlich zuwinkten. Sie begrüssten mich herzlich und begleiteten mich zum Auto welches, wie sich dann später herausstellte, mein SUV für die nächsten Wochen sein wird. Jorge (er ist Verantwortlicher im Bereich Kundendienst sowie Logistik und gleichzeitig mein Patron in der Firma) und sein Sohn Jean fuhren dann mit mir zu dessen Haus welches ich nun als Mieter bewohne. Ich habe meinen eigenen Stock und kann tun und lassen was ich will. Jorge ist nämlich ein gebürtiger Ecuadorianer und entsprechend leger. Ihm ist ziemlich egal was ich so treibe. Er hat es sogar gern wenn wieder einmal ein “drunkard from Switzerland” zu besuch ist. Dann kann er nämlich auch wieder mehr Bier trinken ohne dass Martha (Ehefrau) das südamerikanische Temprament durchkommen lässt und im die Flasche aus der Hand reisst. Ich bin richtig froh bei solch netten Leuten zu wohnen. Jorge ist ein Draufgänger welcher gerne in den Ausgang geht und auch immer einen guten Spruch auf Lager hat. Deshalb lerne ich hier unter anderem auch so richtig amerikanisch zu fluchen.

Letzte Woche gingen wir am Donnerstag nach der Arbeit nach Charlotte (die grösste Stadt in North Carolina mit etwa 700′000 Bewohnern) welches nur etwa 20 Minuten von Huntersville (ca. 30′000 Einwohner) entfernt ist. Dort fand zwischen den Wolkenkratzern dass allwöchentliche “Alive after five” Fest statt. Das heisst soviel wie öffentliches Besäufnis. Dieser Eindruck war wirklich “amazing”, denn die Amis sind sonst eher als prüde bekannt. Ich liess mich aber gerne eines Besseren belehren. Wie es der Zufall wollte, landete ich auch bereits auf einer Partywebseite im Internet (siehe Foto).

Am Wochenende war dann erstmal ausschlafen angesagt, da ich noch ein leichtes Jetlag hatte. Der Samstagnachmittag stand dann wieder ganz im Zeichen des Partytums. Von Huntersville (Wohn- und Arbeitsort) hat man ca. 30 Minuten zum Lake Norman (etwas grösser als der Vierwaldstättersee oder hier auch bekannt als “Lake Lucerne” welcher von Amitouristen in der Schweiz gesehen worden sein soll) zu kommen welcher vor etwa 40 Jahren künstlich erstellt wurde um ein Wasserkraftwerk zu betreiben. Ein Freund der Familie nahm uns dann mit seinem Speedboat mit und so fuhren wir auf eine Sandbank (beabsichtigt). Später kamen dann noch andere Boote mit Leuten welche sich einfach an unser bzw. das nächstgelegene Boot angebunden haben um auch an der Party teilzunehmen. Das Konzept dieses Anlasses war einfach, das vorher eingekaufte Bier (welches wie Wasser ist…z.B. Budlight und Miller) zu vernichten und zwischen den Booten herumzuturnen. Dabei merkte ich auch, dass die Amerikaner, jedenfalls hier im südöstlichen Teil der USA, extrem nett und aufgeschlossen sind. Der Swiss guy (myself) fühlte sich also sofort akzeptierte und leistete seinen Teil zum Treiben auf See (no comment…). Auf der Rückfahrt war unser Kaptain (Name: Jet) wohl etwas zu beduselt, dass er die Polizeistreife auf See nicht bemerkte. Glücklicherweise kontrollierten diese aber ein anderes Boot. Andererseits hätte Jet wohl seinen Ausweis abgeben müssen. Ich war bloss froh, dass wir auf dem Wasser waren und nicht auf der Strasse, denn die kurvenreiche Strecke (welche ja eigentlich eine Gerade auf dem Wasser darstellte, was Jet aber nicht weiter kümmerte) befuhren wir mit etwa 60 mph was etwa soviel wie 100 km/h ist.

Diese Woche hatte ich mein erstes Geschäftsessen (yeah…free food) welches in Charlotte in einem Irish pub (!) stattfand. Mein Auftrag war es für den deutschen Verkaufsleiter von Forbo Siegling zu dolmetschen ebenso wie über den Rütlischwur zu berichten (die Amis wissen doch mehr als wir manchmal denken). Da es etwas spät (bzw. früh) wurde, hatte ich am nächsten Tag Mühe mit dem Aufstehen. Ich fuhr dann aber trotzdem pünktlich zur Arbeit um, um achtuhr beginnen zu können. Gefahren bin ich übrigens mit meinem Geländewagen welcher mir von Forbo Siegling, LLC zur verfügung gestellt wird. Ich bekam sogar mein eigenes Notebook sowie ein Natel (Nummer kann angefordert werden :-) ). Da Kost und Logis ebenfalls bezahlt ist und die Firma sogar noch etwas Lohn bezahlt, werde ich wohl nicht soviel Geld benötigen….Wenn bloss das Bier nicht so süffig wäre.

Morgen ist Donnerstag und dann heisst’s wohl wieder “Alive after five”. Am Wochenende werde ich dann nach Charlotte gehen und die Clubszene abchecken. Nächste Woche ist ein Baseballspiel der NFL geplant welches hier sowas wie ein Volksfest darstellt.

So, mission complied! Der erste Beitrag neigt sich dem Ende zu. Im Anschluss könnt ihr noch einige Fotos der ersten Woche begutachten. Bis zum nächsten Mal…your emigrant

Jorge und Martha Das Haus Speedboat Unsere “Crew” Mein Auto “Alive after five” in Charlotte “Alive after five” in Charlotte In der Wohnung von Jean

7 June 2007 Posted by northcarolina | Berichte | | No Comments Yet